Umrüstung der Eutiner Ampelanlagen

Die Stadt Eutin baut gerade alle 14 Lichtsignalanlagen im Stadtgebiet barrierefrei um. Die Ampelanlagen sollen mit Blindenakustik und Vibrationstastern ausgestattet werden. Zusätzlich sollen Bodenindikatoren gem. DIN 32984 (Blindenleitplatten nach gesetzlichen Vorgaben mit Rillen oder Noppen) verwendet werden. Wenn möglich sollen differenzierte Bordhöhen an den Querungsstellen hergestellt werden. Dafür hat der Fonds für Barrierefreiheit des Landes Schleswig-Holstein der Stadt Eutin Fördermittel in Höhe von mehr als 128.000 € zur Verfügung gestellt.

Dazu Bürgermeister Carsten Behnk: „Die Stadt Eutin setzt sich mit der Thematik der Barrierefreiheit schon seit den Planungen für die Landesgartenschau und seit der Vorbereitung für die Innenstadtsanierung auseinander und hat im Rahmen der Städtebauförderung schon weite Teile der Innenstadt barrierefrei saniert, so wie den Bahnhofsvorplatz, den Zentralen Omnibusbahnhof und einen Teilbereich der Fußgängerzone. Wir freuen uns, dass wir jetzt mit den barrierefreien Ampelanlagen wieder ein Stück weiter auf dem Weg der Inklusion gekommen sind.“ Bis Ende April soll diese Maßnahme abgeschlossen sein.

Der neue Zentrale Omnibusbahnhof wurde in modernem Sägezahnmuster mit einer taktilen Blindenleitführung hergestellt und mit Kassler Borden eingefasst. Die Querungsstellen sind mit differenzierten Bordhöhen ausgeführt worden. Ebenfalls wurde auf einen ausreichenden Leuchtdichtekontrast wert gelegt.

In der neu gestalteten Fußgängerzone wurde die Zielsetzung umgesetzt, allen Menschen die gleichberechtigte Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Um die barrierefreie Begehbarkeit zu gewährleisten, wurde das vorhandene Kopfsteinpflaster ausgebaut, aufgearbeitet und in geschnittener Form wieder eingebaut.

Die Bauarbeiten des Teilabschnittes „Am Rosengarten“ haben dieses Jahr begonnen und werden voraussichtlich Oktober 2020 beendet sein. Vorgesehen ist eine taktile Führung gem. DIN 32984, eine barrierefreie Bushaltestelle, Querungsstellen mit differenzierten Bordhöhen.

Im Anschluss wird mit den Bauarbeiten der letzten Teilmaßnahme „Markplatz und Königstraße“ begonnen. Mit Abschluss der Arbeiten wird ein vollfunktionsfähiges Leitsystem vom Bahnhof über die Fußgängerzone bis zum Großen Eutiner See hergestellt sein. Die Oberflächen werden durch den Einsatz von geschnittenem Kopfsteinpflaster im Vergleich zu herkömmlichem Kopfsteinpflaster für Menschen mit eingeschränktem Gehvermögen besser begehbar sein.

Während der Planung der Maßnahmen wurde der Beirat für Menschen mit Behinderungen einbezogen sowie das Ingenieurbüro Hartmann, welches sich auf die Herstellung von barrierefreien Verkehrsräumen spezialisiert hat. Zusätzlich sind Begehungen mit dem städtischen Mobilitätsbeirat erfolgt.

Zukünftige Baumaßnahmen werden auf die Anforderungen der Inklusion überprüft und mit der Zielsetzung, die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger umzusetzen, verfolgt. Überdies hinaus wurde ein Aktionsplan Inklusion aufgestellt.

 

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