Ostholstein - wir alle. Gemeinsam auf dem Weg zur Inklusion.

Seit vielen Jahren arbeiten Kreis und Kommunen an der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, für Einwohner*innen und Gäste in Ostholstein gleichberechtigte Teilhabemöglichkeiten zu schaffen, unabhängig von individuellen Einschränkungen.
Zentrales Anliegen ist die Beseitigung von Barrieren bzw. die Neugestaltung von barrierefreien öffentlichen Räumen, um sie für alle Menschen gleichermaßen auffindbar, zugänglich und nutzbar zu machen.
Vieles ist in den letzten Jahren erreicht. Ampeln, mit akustischen Signalgebern gehören vielerorts zum Straßenbild, auch Rampen für Rollstuhlfahrer*innen oder taktile Hilfen für blinde Menschen sind immer häufiger zu finden. Inklusive Spielplätze und barrierefreie Strandzugänge erfreuen Einheimische wie Gäste. Sportvereine gestalten Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung und Dorfgemeinschaftshäuser sind barrierefrei. Viele Menschen aus Ostholstein haben uns geschrieben, was aus ihrer Sicht schon erreicht ist und was noch auf der To-do Liste steht. Wir zitieren...

Dies sind „Meilensteine auf dem Weg nach Inkluhausen“, dem fiktiven Ort in Ostholstein,
in dem Barrierefreiheit und Inklusion bereits umgesetzt sind.

"Ampeln mit akustischen Signalgebern in Eutin."

"Taktiles Leitsystem in der Innenstadt Eutin."

"Ein inklusiver Spielplatz in Kellenhusen."

"Barrierefreie Ausstellungen im Schloss Eutin."

"Podcast "Ostholstein wir alle - unser gemeinsamer Weg zur Inklusion.""

"Ortsbegehungen in vielen Gemeinden und Städten, begleitet von den Botschafter*innen für Inklusion, um zu helfen, den Aktionsplan für Menschen mit Behinderung umzusetzen."

"Schaffung einer komplett neuen, inklusiven Bushaltestelle in Petersdorf, welche anderen Gemeinden nun als Muster dient."

"Absenkung von Bordsteinen in der Mathildenstraße in Burg zur barrierefreien Kreuzung der Straße."

"Schaffung einer gepflasterten Rollstuhlrampe zum barrierefreien Erreichen unseres Sitzungs- und Kulturhauses „Senator-Thomsen-Haus“ / Fehmarn."

"Aufbau von Sitzbänken zwecks Erholungsmöglichkeiten für kranke, gehbehinderte und ältere Menschen in der gesamten Innenstadt von Burg auf Fehmarn."

"Schaffung eines Blindenleitsystems an der Bushaltestelle Mathildenstraße in Fehmarn."

"Oberirdische Altglas- und Papiercontainer wurden durch Unterflurcontainer in Burg ersetzt, was durch die niedrigen Einwurf-Schlitze die Müllentsorgung durch Rollstuhlfahrer ermöglicht/vereinfacht."

"In 08/2021 wurde der neue Aussichtsturm am Burger Yachthafen eingeweiht, dieser verfügt über einen Aufzug für mobilitätsbeeinträchtigte Personen."

"Ein barrierefreies, öffentliches WC/Sanitärhaus mit besonders rutschfesten Böden ist am Burgstaakener Kommunalhafen entstanden."

"Montage eines Handlaufes in der Burger Innenstadt zur Überwindung einer langen Steigung zum Erreichen der Ladengeschäfte gegenüber des Rathauses / Burg auf Fehmarn."

"Barrierefreier Aus- und Umbau der Theodor-Storm-Schule in der Friedrich-Ebert-Straße 37 in Heiligenhafen."

"Anschaffung und Bereitstellung von 2 Strandrollstühlen. (Die Anschaffung eines 3. Rollstuhls ist für 2022 vorgesehen)"

"Fortschreibung des Aktionsplans Inklusion der Stadt Heiligenhafen (2021)."

"Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts im Rahmen der Stadtsanierung. (Stadträume barrierefrei  vernetzen - als eines der 6 Leitlinien für die kommenden 15 Jahre, d.h. alle Erschließungs- und Hochbaumaßnahmen im Bereich Innenstadt werden barrierefrei ausgeführt )"

"Umbau barrierefreier Bushaltestellen. (Fertigstellung ist für 2022 vorgesehen)"

"Alle Sitzungen der städtischen Ausschüsse finden in barrierefreien Räumlichkeiten statt" (Oldenburg i.H.)

"Straßen-Sanierungen im Verantwortungsbereich der KDO (Kommunale Dienste Oldenburg) erfolgen immer mit Absenkungen und Blindenleitsystem, bei Neuplanungen sind alle Architekten angehalten die Behindertenbeauftragte einzubinden." (Oldenburg i.H.)

"Projekte der Stadtjugendpflege werden inklusiv geplant und umgesetzt." (Oldenburg i.H.)

"Nach dem Kino und dem Stadtcafé hat Oldenburg mit dem TalenteHaus den 3. Inklusiven Betrieb vor Ort." (Oldenburg i.H.)

"Das erfolgreiche, inklusive Theaterprojekt „TAI“ (theater-all-inclusiv.de) bringt Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen und Ländern zusammen." (Oldenburg i.H.)

"Fertigstellung des barrierefreien Angelplatzes im Stadtpark." (Oldenburg i.H.)

"Unser wichtigstes Fazit: Wir fragen "wie" und nicht "warum" barrierefrei" (Oldenburg i.H.)

 

Aber es sind auch noch Wünsche offen:

Wünsche aus dem Beirat für Menschen mit Behinderung und dem Netzwerk "Botschafter*innen für Inklusion":

  • Mehr barrierefreie Wanderwege
  • Fachstellen für Inklusion, die das Engagement von Ehrenamtlichen vor Ort stärken und Kommunen bei der Umsetzung der UN-BRK unterstützen
  • Qualifizierungsangebote für Verwaltung und Selbstverwaltung
  • Unterstützung für Menschen mit Behinderung, damit sie im Zuge der Digitalisierung nicht abgehängt werden.
  • Inklusionspreis Ostholstein: beispielhaftes Engagement für Inklusion sollte belohnt/ausgezeichnet werden.
  • Gebärdensprachkurse an allen Schulen.
  • Kopfsteinpflaster auf dem Markt im Bereich der Fußgängerzone abschleifen,

Wünsche aus Oldenburg:

  • Barrierefreier Aus- und Umbau des Theaters mitsamt der Aula des Gymnasiums (Einweihung Anfang 2022 geplant)
  • Planungen des Schul-Campus (Baustart ca. in 2022) komplett barrierefrei
  • Bushaltestellen barrierefrei ertüchtigen (Konzept)
  • Fortschreibung des Aktionsplans Inklusion der Stadt Oldenburg (Workshop Herbst 2021 geplant)
  • Stadtführungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen
  • barrierefreie Zugänge zu weiteren öffentlichen Veranstaltungsräumen schaffen
  • Erreichbarkeit der Tribüne in der Blain-Halle für ALLE und Einbau eines barrierefreien WCs

Wünsche aus Scharbeutz:

  • Große Toiletten mit breiter Pflegeliege (120 cm x 200 cm) und Lift in ganz Schleswig Holstein
  • Viele barrierefreie Strandzugänge
  • Ausbau Radwege (Sicherheit für alle Menschen)
  • Mehr barrierefreie Gaststätten, Ferienwohnungen und Hotels mit Behinderten WC
  • Tourismus + Reisen - Barrierefreie Unterkünfte mit Bereitstellung/ Anmietung von Pflegebett und Lift
  • Verschiedene Sport Angebote <> Ausbau im ländlichen Bereich
  • Auflage der Politik für alle Geschäfte - Barrierefreie Eingänge
  • Bereitstellung von barrierefreien Spiel- und Gemeinschaftsräumen in allen ländlichen Kommunen für Menschen mit und ohne Behinderungen

Wünsche aus Fehmarn:

  • Taktile Infostele an Sehenswürdigkeiten.
  • Taktiler Stadtplan.
  • Barrierefreiheit im Heimatmuseum (inkl. Online-Videorundgang und akustischer Exponatbeschreibungen).
  • Barrierefreiheit der Stadtbücherei.

Wünsche aus Heiligenhafen:

  • Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts im Rahmen der Stadtsanierung. Stadträume barrierefrei  vernetzen - als eines der 6 Leitlinien für die kommenden 15 Jahre, d.h. alle Erschließungs- und Hochbaumaßnahmen im Bereich Innenstadt werden barrierefrei ausgeführt.
  • Umbau barrierefreier Bushaltestellen. Fertigstellung ist für 2022 vorgesehen.
  • Kopfsteinpflaster auf dem Markt im Bereich der Fußgängerzone abschleifen.

Wünsche aus Bad Schwartau:

  • Kopfsteinpflaster auf dem Markt mit im Bereich der FGZ abschleifen.
  • Bezahlbaren barrierefreien Wohnraum in Bad Schwartau schaffen.
  • Das Projekt "Ostholstein wir alle" sollte fortbestehen.

Weitere Wünsche:

  • Alle öffentlichen Spielplätze und Marktplätze sollen grundsätzlich für alle zugänglich und nutzbar sein
  • Cafés in weiteren Orten, nach dem Vorbild des Stadtcafés in Oldenburg
  • Bürgerbusse wie der „Lütte Lenter“ auch an anderen Orten
  • Zugänge zu Kirchen barrierefrei gestalten
  • Zugang für Assistenzhunde verbessern
  • Schulungen zum Thema „Servicequalität“ für Personal im Gastro-Bereich
  • Barrierefreies Einkaufen fördern und bewerben
  • Geldautomaten barrierefrei gestalten
  • Museen zugänglich und nutzbar machen (bauliche Barrierefreiheit und Ausstellungskonzepte für alle Menschen)
  • Gehwege ausbauen, Kantsteine absenken
  • Treppen beidseitig mit Handläufen ausstatten
  • Ankündigungen (z.B. für Veranstaltungen) in Leichter Sprache
  • Ein Inklusionspreis für Ostholstein